Tests
  Anbauteile
Sattel-Stützen oder auch Vario-Stützen

 

- Kind Shock Dropzone

- GravityDropper Classic

- Forca SPS 350

 

 

 

 

 

Flexibel- VarioStützen im Dauertest

 

 

 

 

Per Knopfdruck oder Hebelzug den Sattel ohne abzusteigen in der Höhe zu verstellen

 

ist mittlerweile für viele Biker alltäglich.

 

Diese bewegen sich allerdings meistens mit Rädern

 

der Kategorie AllMountain und Enduro fort.


Variostützen machen allerdings in jedem Bike Sinn.

 

Wenn ein Cross-Country-Fahrer behauptet,

 

dass er jede Abfahrt mit ausgezogener Stütze genauso einfach und sicher meistert,

 

wie mit abgesenktem Sattel, dann möchten wir das bezweifeln.

 

Bewegungsfreiheit und Fahrsicherheit nehmen enorm zu, wenn der Sattel von einigen

 

Millimetern bis zu 150 in der Höhe variiert werden kann.

 

Die Schwerpunkte von Fahrer und Bike lassen sich nur so effektiv verlagern,

 

nur mit einer abgesenkte Stütze kann sich der Reiter so über seinem Arbeitsgerät

 

positionieren, dass er jederzeit die Möglichkeit hat zu reagieren

 

und die notwendigen Bewegungen ungehindert auszuführen.

 

Ob Fully oder Hardtail, die abgesenkte Stütze bringt enorme Vorteile bergab,

 

sowohl am Enduro als auch an einem Cross-Country-Racer!

 

Die 300-500 Gramm Mehrgewicht werden jederzeit durch einfacheres Handling und mehr

 

Fahrstabilität wett gemacht. Ein tieferer Schwerpunkt durch eine Sitzposition weiter hinten,

 

unten ermöglicht jederzeit einen viel besseren Umgang mit dem Bike auf steil abfallenden,

 

technischen Passagen, in Kurven auf der Talfahrt liegt das Bike aufgrund des niedrigen

 

Schwerpunktes ruhiger, satter am Trail- alles ist besser!

 

Und schon die Mountainbike- Pioniere wussten,

 

dass der Sattel unten schnell und sicher macht.


1984, als das Mountainbike das Laufen lernte und noch keiner an Fullys,

 

Cross-Country, DownHill oder ähnliches dachte,

 

da war mit der HiteRite bereits die erste verstellbar Sattelstütze geboren.

 

Die Bikes damals waren Hardtails durch und durch, und die Visionäre der damaligen Zeit

 

wussten den heutigen Cult schon damals zu leben.

 

Intensiv, ein wenig (sehr)verrückt und mit viel Erfindergeist, KnowHow und handwerklichem

 

Geschick erschufen sie eine neue Bike-Kategorie in ihren Hinterhöfen.

 

Irgendwo in einem dieser Hinterhöfe entstand ganz nebenbei die HiteRite,

 

die erste variable Sattelstütz.

 

Ein ganz einfaches System, nicht mehr zu vergleichen mit den heutigen HighTech Varios.

 

Aber genau das war bereits der Anfang einer Entwicklung zu einem Produkt,

 

dass in den letzten Jahren bereits Kultstatus erreicht hat.

 


 

Forca SPS 350

 

 

 

 

Die Forca SPS 350 ist die einfachste, günstigste

 

und auch eine der leichtesten Variostützen im Test.

 

Zudem ist sie eine der wenigen mit einem Durchmesser von 27,2 Millimetern.

 

Ihre Funktionsweise besticht durch einfache mechanische Betätigung via Seilzug und

 

den mechanischen „Antrieb“ für das zweistufige Auf und Ab durch einen Federmechanismus.

 

Das bewegliche Sattelrohr aus Stahl besitzt hinten zwei Rast-Bohrungen,

 

in die ein direkt durch den Zug betätigter Stahlbolzen verriegelt.

 

Es gleitet in einem Aluminium-Außenrohr.

 

Über die Verschraubung am Boden dieses Sattelrohres lässt sich die Feder vorspannen

 

oder auch die komplette Mechanik für eine Wartung zerlegen.

 

 


Ebenso einfach lässt sich bei dieser Stütze der Bowdenzug wechseln und auch der Zug

 

entfernen, um die Stütze zu demontieren und eventuell an einem zweiten Bike zu nutzen.


Die Funktion im Betrieb ist im Gegensatz zu pneumatisch oder hydraulisch bewegten

 

Systemen etwas gewöhnungsbedürftig, da vor dem Entlasten des Sattels erst eine

 

bewusste Belastung erfolgen muss, um durch gleichzeitige Betätigung des Remotehebels

 

den Arretierbolzen zu lösen. Diese Bewegung erfolgt aber schon nach kurzer

 

Eingewöhnungsphase ganz von selbst.

 

Man sollte allerdings vermeiden die Stütze ohne Belastung nach oben fahren zu lassen,

 

da sie ungedämpft ausfährt, was schmerzhafte Momente hervorrufen könnte.

 

 

 

 

Die Einfachheit des Systems ist für den Leihen verständlich, ja sogar für jeden halbwegs

 

handwerklich begabten Selbstschrauber zu warten und spart sogar noch Gewicht.


Der Arretierbolzen ist hinten am nicht beweglichen Außenrohr befestigt, was eine

 

unkompliziert scheuerfreie Verlegung des Zuges ermöglicht.

 

Erfreulich ist der Flipflop-Hebel, der sowohl links, wie auch rechts am Lenker montiert

 

werden kann und über den das Spannen des Bowdenzugs erfolgt.

 

 

 

 

Leider ist der bewegliche Teil der Stütze serienmäßig

 

ungeschützt. Optional lässt sich ein schützender Faltenbalg dazukaufen,

 

der allerdings zum Serienzubehör gehören sollte.

 

Denn selbst wenn die Forca SPS 350 dadurch vielleicht zehn Euro mehr kosten würde,

 

wäre sie noch immer preislich unerreicht günstig.

 

 


Fazit:


Mittlerweile gibt es eine Nachfolgerin der Stütze, mit drei Rastpunkten,

 

110mm Weg und einer Ansteuerung des Rastbolzens seitlich an der Stütze,

 

aber die Funktion hat sich nicht groß geändert.

 

Wir habe die Forca über zwei Jahre gefahren und hatten nie (!) Probleme.


Die Wartung ist einfach, es geht eigentlich nie etwas kaputt und sie ist,

 

was den Durchmesser angeht, eine der variabelsten Stützen da man sie überall einbauen

 

kann, wenn das Sattelrohr mindestens 27,2mm Durchmesser misst.

 

 

 

Forca


Modell: SPS 350

System: mechanisch durch Feder, ungedämpft

Betätigung: mechanisch, Remote-Hebel links/rechts mit Bowdenzug

Durchmesser: 27,2mm  

Länge ausgefahren: 420mm (330mm)

Mindestklemmlänge: 90mm

Verstellweg: ca.85mm (110mm neue Version)

Verstellbereiche: zwei Stufen (drei Stufen neue Version (0mm, 70mm, 110mm))

Sattelklemme: kein Offset

Gewicht (Testexemplar): 557g, 572 neue Version

Zubehör inklusive: Remote-Hebel, Reduzierung bis Durchmesser 31,6,

optional Faltenbalg zum Schutz des Sattelrohres

 

VK-Preis: ca. 99,-Euro


Mehr Info unter:

 

www.forca-sports.de

 

 

 

 



 

 

GravityDropper Classic

 

 

 

 

Die Mutter der Variostützen gefällt oder auch nicht.

 

Mächtig sieht sie aus.

 

Der große Gummibalg zum Schutz des Gleitrohres, das hervorstehende Gehäuse

 

der Auslösemechanik und die sehr technisch anmutende Sattelklemmung gefallen

 

nicht jedem, doch die Technik, die dahinter steckt ist so genial

 

wie einfach und unverwüstlich.


Die mechanisch bewegte, mechanisch angesteuerte und ungedämpfte

 

ausfahrende Stütze besticht durch einwandfreie Funktionalität.


Angefangen vom etwas ungewohnt aussehenden Remotehebel ist bei der Classic alles

 

etwas anders. Die Stütze wird durch eine Feder rauf bewegt und

 

durch Druck auf den Sattel ab.

 

Drei Positionen können verriegelt werden.

 

 

 

 

Ganz oben, 25 Millimeter unter der oberen Position und die Downhillposition ganz unten.

 

Verriegelt werden die Positionen durch einen Bolzen, der in der jeweiligen Bohrung einrastet.

 

Zum Lösen muss man den Sattel erst kurz belasten, dabei den Hebel drücken

 

und dann entlasten, dann fährt die Stütze rauf.

 

Zum Einfahren erfolgt nach kurzem Belasten und Entriegeln des Bolzens

 

ein weiteres Belasten der Stütze, um die Feder zusammen zu drücken.

 

 

 

Ausgeklügelt ist die Betätigung des Bolzens.

 

Über einen Schieber in dem schon erwähnten Gehäuse wird der Bolzen bewegt.

 

Die Besonderheit an dem System mit dem Schieber

 

ist das Zusammenspiel von drei Magneten.


Im unbetätigten Zustand stoßen sich der Magnet im Schieber und der an der Rückseite des

 

Bolzens ab, betätigt man nun den Schieber, dann bewegt sich der obere Magnet

 

über den Bolzen, zieht diesen zu sich heran und löst somit die Verriegelung.

 

 

 

 

Löst man den Hebeldruck, wandert der Schieber in seine Ausgangsposition,

 

der Bolzenmagnet und der untere Schiebermagnet stoßen sich wieder ab.

 

Sobald der Bolzen dann über einer der Bohrungen im Gleitrohr steht, verriegelt er.

 

Die Einstellung der Ausfahrgeschwindigkeit kann man durch drehen der Verschlußkappe

 

und somit dem Spannen der Feder im unteren Stützenende beeinflussen.

 

Allerdings läuft die Stütze schon bei Minimalvorspannung recht schnell,

 

da sie ungedämpft ausfährt.


Durch dieses System mit der Anlenkung am nicht bewegten Teil der Stütze mit Zugführung

 

in Fahrtrichtung ergibt sich zudem eine nur im Lenkbereich bewegte Zugführung,

 

genauso wie bei Forca.


Das Be-/ Entlastspielchen verinnerlicht man sehr schnell und es gelingt nach kurzer Zeit

 

ohne Probleme die Stütze zu bedienen.


Aufgrund der einfachen Bauweise ohne jegliche Dichtungen ist bei der GravityDropper

 

ein Ausfall fast auszuschließen.

 

Geführt wird das Gleitrohr in Kunststoffführungen,

 

wodurch die Stütze sehr leicht auf und ab läuft.

 


Fazit:


Die GD Classic sind wir mittlerweile 1,5 Jahre gefahren und

 

hatten außer einem kurzen Defekt am Verriegelungsbolzen überhaupt keine Probleme.

 

Der Defekt kam aufgrund eines Kunstoffspans zustande, der sich wohl beim Zusammenbau

 

der Stütze in der Produktion zwischen Bolzen und Bolzenführung geschoben hatte.

 

Nach Entfernen des Kunststoffstücks war die Funktion wieder einwandfrei

 

und ist es immer noch.

 

Robustheit und Wartungsarmut machen die Dropper zu einer erstklassigen Stütze,

 

deren Leistung ganz oben auf der Skala steht.

 

Zudem gibt es die Classic ebenfalls als 27,2mm Version.

 

Gravitydropper
Modell: Classic
System: mechanisch durch Feder, ungedämpft
Betätigung: mechanisch, Remote-Hebel links oder rechts mit Bowdenzug
Durchmesser: 27,2mm, 30,9mm (Testmodell)
Länge ausgefahren:  420mm (335mm)
Mindestklemmlänge: 85mm
Verstellweg: ca.75mm, 100mm, 125mm (Testmodell)
Verstellbereiche: drei Stufen (0mm, 100mm, 125mm)
Sattelklemme: kein Offset
Gewicht (Testexemplar): 636g
Zubehör inklusive: Remote-Hebel, Faltenbalg zum Schutz des Sattelrohres
VK-Preis: ca. 249,- Euro

 

Mehr Info unter:

 

www.sports-nut.de

 

 

 


 

 

 

Kind Shock Dropzone

 

 

 

 

Eine Größe am Markt der Variostützen ist unumstritten Kind Shock.

 

Kein anderer Hersteller kann mit der gleichen Vielfalt an Stützen aufwarten!

 

Mehrere Modelle in bis zu fünf Längen und verschiedenen Durchmessern

 

bieten für fast jeden Rahmen die passende Stütze.

 

Weiterhin bietet KS Remote- und einfache Hebelsysteme.


Wir entschieden uns für die Dropzone in der kurzen 125 Millimeterversion.

 

Die Montage erfolgt, aufgrund der Möglichkeit zuerst den Zug in Ruhe zu verlegen

 

und erst dann mit dem Auslösemechanismus zu verbinden, sehr rasch.

 

Aufgrund dieser Besonderheit lässt sich auch jederzeit die Stütze ohne aufwendige

 

Demontage des Zuges vom Bike entfernen, was somit auch die Verwendung derselben

 

Stütze an zwei oder mehreren Bikes ermöglicht.

 

 


 

Der Zug ist sehr stabil und hochwertig ummantelt.

 

Klasse ist die einfache Verstellmöglichkeit direkt in der Zugführung zum Einstellen

 

er Zugspannung und die flexible Zugführung am Hebel.

 

 

 

Dieser lässt sich rechts wie auch links montieren

 

und kann sogar an Stelle des inneren Klemmringes direkt am Griff montiert werden.

 

 

 

 

Durch diese Positionierung kann in jeder Fahrsituation

 

der Hebel ohne Probleme betätigt werden.

 

Ein Abheben der Hand vom Lenker, beziehungsweise ein Umgreifen ist nicht notwendig.


Angetrieben wird die Stütze durch eine hydraulische Kartusche.

 

Stufenlos lässt sich jede Position zwischen unten und 125 Millimeter weiter oben anfahren,

 

was heißt,

 

dass zu jeder Fahrsituation auch die passend angenehme Sitzposition herstellbar ist.

 

 


 

Die Stütze löst bei Druck auf den Hebel sanft aus

 

und lässt sich mit leichter Belastung bis zum unteren Punkt einfahren.

 

Genauso einfach fährt die Stütze aus,

 

wenn man sie entlastet und den Hebel betätigt- gedämpft, aber trotzdem zügig.

 

Obwohl der Zug für die Betätigung am beweglichen Teil der Stütze positioniert ist,

 

kann man ihn recht „scheuerfrei“ befestigen, da er nach vorne herausgeführt wird.

 

Damit befindet er sich auch nicht in der Gefahrenzone „Hinterrad“

 

und kollidiert folglich auch bei tiefem Einfedern nicht mit diesem.



Fazit:


Bei stärkerem Zug am abgesenkten Sattel bewegt sich dieser leider aus seiner Position

 

heraus nach oben, was allerdings im normalen Fahrbetrieb

 

und auch beim Anheben des Bikes nicht ins Gewicht fällt. 

 

Insgesamt ist die Dropzone wie alle Kind Shock Variostützen qualitativ hochwertig

 

verarbeitet und überzeugt mit vorbildlicher Funktion.

 

Knapp mehr als zwei Jahre fahren wir jetzt zwei KS Stützen und hatten bisher keine

 

Probleme mit Undichtigkeiten oder sonstigen Ausfällen.

 

Auch im Winter war die Funktion einwandfrei.


Toll sind die Features, wie die aushängbare Zugarretierung, und

 

 

 

die schon genannte Befestigung des Remotehebels anstelle eines Griffklemmringes

 

und die Zugvorspannung direkt in der Zugummantelung.

 

 

 

Im August 2013 passierte es dann.

 

 

 

Die Schraubverbindung zwischen Sattelstütze und Sattelaufnahme löste sich.

 

Grund dafür ist das Geraderichten des Sitzpolsters durch Schläge an die Sattelspitze.

 

Mit ein wenig Gewindesicherung bringt man die Sache aber wieder ins Lot.

 

 

Nach zweieinhalb Jahren Dauertest kann man diesen „Schaden“ verzeihen,

 

erst recht, wenn man ihn ja eigentlich selbst verschuldet hat.

 

Nach unserer Reparatur arbeitet die Stütze wieder einwandfrei.

 

Testzeitraum März 2011- August 2013

 

 

 

Kindshock
Modell: KS Dropzone Remote
System: hydraulisch
Betätigung: mechanisch mittels Lenkerfernbedienung (Remote)
Durchmesser: 30,9mm (Testmodell), 31,6mm
Länge ausgefahren: 385mm (265mm)
Mindestklemmlänge: 120mm
Verstellweg: 125mm
Verstellbereiche: stufenlos
Sattelklemme: 20mm Offset
Gewicht (Testexemplar): 610g
Zubehör inklusive: Remote-Hebel, einfache Version mit Hebel unter dem Sattel

VK-Preis: ca. 219,- Euro

 

Mehr Info unter:


www.bike-parts.de

 

 

 

 

 

 



Startseite Unser Team Leistungen Leser Feedback Impressum
Bikeberichte Szeneberichte
Bikes Anbauteile Zubehör Bekleidung
Tipps & Tricks Fit & Gesund Strecken & mehr
Bekleidung Protektoren Reifen Anbauteile Zubehör
Fahrwerke Brillen Handschuhe
Kontakt
Parts Dress Bikes Testivals
Links Foren